Einleitung

Alle Neuigkeiten, Informationen, Non-Sense und Reiseberichte aus der Ukraine, damit auch der "ferne" Westen auf dem Laufenden ist, was dem Kai in der Ukraine so alles passiert. Ich freue mich natürlich über Wortmeldungen, Lebenszeichen, Infomeldungen oder Anmerkungen von euch - per Email/ Skype/ Kommentarfunktion etc.

Montag, 13. Dezember 2010

Auf ein Bier mit Свен Вайднер (I)

Oder: Der Sven war zu Besuch
Für Kyrillisch-Nichtkenner: "Saporischschja - Kiew"

Kain schöner Land (KsL): Hallo Sven, schön dass du dir kurz Zeit genommen hast für u-kai-ne.blogspot.com. Erstmal Prost!

Sven (S): Prost!

KsL: Bist du gut in Saporoschje angekommen?

S: Abgesehen von der eher hektischen Fahrt nach Dortmund, kann man den Flug bis Київ als „dem Flugpreis angemessen“ beurteilen. Die Einreise in die Ukraine verlief dann jedoch etwas schwieriger als geplant. Denn der Zollbeamte sprach nur Russisch und ich nur... (zögert) naja, eigentlich alles außer Russisch (lacht). Und da der Beamte nicht mal Worte wie „name“ auf Englisch sagen konnte, entstand eine sehr interessante und gestenreiche Unterhaltung. In knapp zehn Minuten schilderte ich dem Grenzbeamten, wohin und zu wem ich wollte. Für mich war eigentlich nur interessant, dass während der zehn Minuten, nichts aufgeschrieben, eingetippt oder notiert wurde. Letztendlich meinte er „okay“ und haute den Stempel in meinen Reisepass. Und dann ging es endlich raus aus dem Flughafen und rein ins Land bzw. zum Bahnhof, wo ich dann ja auch einen ersten Eindruck der geschilderten Marschrutka-Fahrten bekam. Auch wenn die erste Fahrt noch sehr angenehm verlief...

KsL: Ja richtig. Aber hier waren ja auch noch die Touristen mit dabei - Stichwort: UNESCO-Welterbe!

S (lacht): Ja, das war ein Erlebnis.

KsL: Vielleicht schilderst du die Situation kurz für unsere Leser?

S: Auf dem Weg zum Bahnhof bemerkte ein aufmerksamer Deutscher, dass wir uns in unserer Bundessprache unterhielten. Völlig unaufdringlich setzte er sich auch gleich bei der nächsten Gelegenheit neben uns und schwafelte los (muss schmunzeln). Nunja, lange Rede – kurzer Sinn: Der – im sehr dezenten rentner-beige gekleidete – Mann aus Aachen betrieb laut eigener Aussage „UNESCO-Welterbe-Akquise“ und ist hauptberuflicher Geschichtenerzähler. Er ließ es sich letztendlich auch nicht nehmen, Kais Russischkenntnisse für seine Zwecke zu beanspruchen und ließ ihn mit diversen Taxifahrern feilschen, um diese im Anschluss für ihre Preise auszulachen... was man sich bei den, doch bestimmt irgendwie mit den Klitschos verwandten, Taxifahrern auch erstmal trauen muss! Aber letztendlich wurden wir ihn ja doch noch los und konnten uns zu unserem Nachtzug begeben.

KsL: Der Nachtzug, der zwölf Stunden von Kiew nach Saporoschje braucht.

S: Richtig, wobei ich gleich anmerken muss, dass ich der „empirischen Studie“, die besagt, dass die Leute mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 % im Zug schnarchen, nicht zustimmen kann. Ich würde eher behaupten, dass es wahrscheinlicher ist, dass auf der Fahrt für 33 Minuten mal nicht geschnarcht wird. Ein einziges Schnarchkonzert, bzw. eine Unterhaltung! Auf ein kurzes „zzZZzz“ folgten drei lange „ZZZZ“, um von weiteren Staccato-artigen „zzz“ „zzz“ „zzz“ unterbrochen zu werden.

KsL: Und du warst ja auch noch so nett, der kleinen dicken Frau dein unteres Bett gegen das obere zu überlassen.

S: Hätte ich gewusst, dass die Oberen so größenfeindlich sind, hätt’ ich es mir wohl zweimal überlegt. Aber letztendlich bin ich froh, dass ich zumindest zwei Stunden dösen konnte und fit genug für die Schule war.

KsL: Ja, dazu dann beim nächsten Bier, denn, wie ich sehe, sind sowohl deins, als auch meins längst leer.

S: Ich freu mich drauf!


2 Kommentare:

  1. sehr schön ihr Beiden :D

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  2. Es macht richtig Spaß das zu lesen!
    Wann geht es weiter......?
    glg

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