Ein Sammelsurium an kleinen Nachrichten wird dieser Eintrag hier.
Die erste Nachricht: Mein Internetstick funktioniert nicht mehr, aus diversen Gründen, und deshalb bin ich jetzt auf das Internet der Schule angewiesen (was bedeutet: keine deutsche Tastatur, langsamer Rechner, aber gute Internetverbindung und vor allem: kein Internet zuhause, schade, aber es gibt noch genug Lesestoff im Regal). Deshalb bin ich zurzeit am besten per Email zu erreichen.
Die zweite Nachricht: Wer mir Post schicken möchte, kann diese gerne tun. Der Briefkasten im Hausflur ist leider nicht sehr vertrauenserweckend, deshalb geht Post am besten an die Schule. Die Adresse lautet:
Запорiзъка гiмназiя но. 46
Кай Регенер
Вул. Орджонiкiдзе, Буд. 29
69009 Запорiжжя
Ukraine
Wer das nicht ausdrucken möchte oder kann, darf auch gerne einfach in lateinischen Buchstaben schreiben, das kommt auch an (und hat sogar schon funktioniert):
Gymnasium Nr. 46
[hier dem Kai sein Vor- und Nachname einsetzen]
Ordshonikidsestrasse, 29
69009 Saporishja
Ukraine
Die dritte Nachricht:
Ich habe erfolgreich meine erste Unterrichtsstunde gehalten! Die SchülerInnen aus der 8a hatten die Ehre, meine Lehrfähigkeiten kennenzulernen und haben mich sogar verstanden ;-) Das war gestern, heute bin ich dann auch nochmal spontan an die Reihe gekommen, denn die Lehrerin, bei der ich hospitieren wollte (in der fünften Klasse) fiel aus und dann habe ich mir spontan einige (Sing-)Spiele mit hohem deutschen Sprechanteil genommen und den Mädchen und Jungen "Hallo, ich bin der Hannes" beigebracht (vielleicht kennt es ja der ein oder andere Blog-Leser). Morgen gehts dann direkt weiter und am Freitag auch - Schritt für Schritt komme ich also an meine 12 Stunden heran, die ich hier arbeiten soll.
Die vierte Nachricht:
Es ist kalt. Bitterkalt, um genau zu sein. Ich weiß nicht, wie das funktioniert, aber vor genau einer Woche waren es noch 25° und bestes T-Shirt-Wetter. Letzten Freitag gabs dann den Wetterumschwung und nun ist es nich einmal mehr kühl, sondern kalt. In Zahlen: Gestern Abend zeigte das Thermometer fünf Grad, heute nacht waren es fast null. Das Ganze wäre nicht weiter tragisch, wenn es nicht diesen einen, kleinen Haken gäbe: In der gesamten Ukraine werden die Heizungen erst ab dem 01. November eingeschaltet. Das ist immer so gewesen und wird zentral für das ganze Land so gehandhabt; wie warm oder kalt es ist, spielt dabei keine Rolle. Warum? Ich weiß es nicht.
In meiner Wohnung gibt es wenigstens eine Klimaanlage, die auch heizen kann, aber in der Schule natürlich nicht. Hier ist es eisig, man ist froh, wenn man 30 SchülerInnen da hat, denn dann ist der Klassenraum etwas wärmer. Die Deuschkurse haben aber maximal nur 10 TeilnehmerInnen, und natürlich fehlen zu dieser Jahreszeit (und eigentlich sowieso auch immer) einige Schüler. Alternativ hilft man sich mit Mantel und Winterkleidung aus, aber hier wird schon fleißig diskutiert, ob man nicht Kurzunterricht einführt. Ich würde es ganz stark befürworten, aber ich bin ja nur Praktikant ;-)
Andererseits ist das natürlich eine super Eingewöhnung für die Winterzeit, schließlich werden es hier im Winter gewöhnlich mehr als 20 Grad minus. Da freu ich mich jetzt schon drauf.
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