...ist tot!
Meine Heimkehr aus Deutschland wurde Anfang Januar nicht nur mit einem fehlenden Schlüssel zum Domofon versüßt, sondern auch mit einem neuen Mitbewohner: Während meines Deutschland-Aufenthaltes hatte sich ein Tier in meiner Küchendecke eingenistet. Zwischen eingezogener und „normaler“ Decke fühlte es sich anscheinend recht wohl und beglückte mich mit Trapsen, Knabbern und nächtlichen Aktivitäten.
Natürlich hab ich den Kollegen nicht gesehen, aber wenn man von Schrittfolge, Lautstärke und Aktivitäten auf ein Tier schließen müsste, fallen Maus, Katze und Waschbär raus und es bleibt nur die Ratte übrige.
Zuerst nahm ich an, dass sich das Tier eventuell verirrt hätte und vielleicht von selber wieder das Weite suchen würde. Nach zwei „gemeinsamen“ Tagen zerschlug ich aber diese These und versuchte nun, mit physischen Gegenmaßnahmen (heftig und mit verschiedenen Gegenständen gegen die Decke klopfend) meinen neuen Freund zu vertreiben. Auch diese Variante zeigte keinen Erfolg, denn mitten in der Nacht hat man keine Lust aufzustehen und die Wirkung war eher kurzfristig. In der dritten Phase wurde schließlich mit harten Bandagen gekämpft: Bei einer Stippvisite auf dem Dachboden des Hauses waren leider keine Spuren zu entdecken und so wurde nun Rattengift ausgelegt.
Das zeigt leider kurzfristig auch keinen Erfolg, nachdem aber einige Tage vergangen waren, war das Tier deutlich weniger aktiv und letztendlich ist nun nichts mehr zu hören. Ob die Ratte einfach nur ausgezogen ist und sich einen andere Wohnung gesucht hat oder ob sie nun in meiner Küchendecke verwest, weiß ich nicht. Obwohl der Gedanke, mit einer stinkenden und madigen Ratten-Leiche unter einem Dach zu wohnen, auch nicht angenehmer ist...
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